
Auf den Urlaub freuen sich wohl die meisten von uns. Raus aus den Terminen, Neues sehen, gut essen, schlafen, etwas unternehmen oder einfach mal gar nichts müssen.
Wir möchten uns erholen, Schönes erleben und mit neuer Energie zurückkommen.
Und wenn sich der Urlaub richtig gut angefühlt hat, wäre da noch dieser eine Wunsch:
Bitte ein bisschen davon behalten.
Die Leichtigkeit, die tolle Energie und das Gefühl, wieder mehr bei sich zu sein.
Vielleicht auch die Lust auf Bewegung, das frische Essen oder die Klarheit im Kopf, die plötzlich da ist, wenn nicht zwischen zwei Meetings noch drei weitere dringende Anforderungen entschieden werden wollen.
Nur ist genau diese Energie bei vielen erstaunlich schnell wieder verschwunden.
Der Kalender ist wieder voll. Die Inbox auch, selbst wenn du vor dem ersten Arbeitstag schon sortiert und das Dringendste beantwortet hast. Der Sport wird auf morgen verschoben. Und wenige Tage später fühlt sich der Urlaub an wie eine wunderschöne Erinnerung an ein Leben, das irgendwo in einem Paralleluniversum existiert.
Dabei kann dein Urlaub viel mehr sein als eine Pause vom normalen Leben.
Er kann auch ein Moment sein, in dem du wieder etwas mehr bei dir ankommst und bewusst entscheidest, wie du dich eigentlich in deinem normalen Leben fühlen möchtest.
So wird aus Auftanken gleichzeitig bewusste Ausrichtung.

Was möglich wird, wenn stärkende Routinen bleiben
„Du schaust so fit und gut gelaunt aus.“
Das sagten Kollegen zu Miriam, obwohl sie nicht mal im Urlaub war. Sie hatte aber begonnen, einige einfache Routinen rund um Bewegung, Ernährung und ihren Alltag konsequent für sich zu nutzen.
Besonders schön finde ich dabei nicht nur, dass andere die Veränderung bemerkt haben.
Miriam selbst hatte mehr Energie, fühlte sich wohler in ihrem Körper und erlebte, dass kleine Dinge, die wirklich zu ihr passen, erstaunlich viel verändern können. Mehr dazu liest du in ihrer Case Study.
Genau diese Veränderungen blieben nicht auf einzelne gute Tage beschränkt. Was zunächst mit einfachen Anpassungen begann, entwickelte sich Schritt für Schritt zu etwas, das zu ihrem Leben gehörte.
Genau darum geht es auch in diesem Artikel.
Du musst aus deinem Urlaub kein Selbstoptimierungsprojekt machen. Aber du kannst die Zeit nutzen, um herauszufinden, welche Veränderungen dich so stärken, dass du sie anschließend ganz selbstverständlich weiterleben möchtest.
Warum der Urlaub ein besonders guter Startpunkt für Veränderung ist
Du kannst natürlich einfach abschalten, genießen und Abstand gewinnen. Das allein kann wunderbar und wichtig sein.
Du kannst den Urlaub aber auch bewusster angehen. Denn viele Bedingungen sind anders als in deinem üblichen Arbeitsalltag. Du hast möglicherweise mehr Gestaltungsspielraum, andere Tagesabläufe und weniger feste Automatismen. Und du kannst ausprobieren, statt gleich eine perfekte Lösung finden zu müssen.
Es geht dabei nicht um den großen Wurf mit einem theoretisch perfekten Plan.
Es geht um deine praktische Erfahrung und um Antworten auf die Frage:
Welche kleinen Dinge könnte ich schon jetzt so in mein Leben integrieren, dass sie später nicht wieder mit dem Koffer im Schrank verschwinden?
Die folgenden Aspekte machen diese Zeit besonders spannend für Veränderung.

Du hast mehr Raum zum Experimentieren
In einem anspruchsvollen Arbeitsalltag ist vieles „auf Kante genäht“ und muss reibungslos funktionieren. Im Urlaub kannst du leichter ausprobieren.
Vielleicht entdeckst du, dass dir ein Spaziergang vor dem Frühstück unglaublich guttut. Dass dein Körper sich nach ein paar Tagen regelmäßiger Bewegung ganz anders anfühlt. Dass du morgens zehn Minuten nur für dich brauchst. Oder dass eine halbe Stunde ohne Handy am Abend mehr verändert, als du erwartet hättest.
Du kommst leichter aus Automatismen heraus
Viele Gewohnheiten hängen an Situationen, Orten und Abläufen.
Am Schreibtisch folgt auf den ersten Kaffee vielleicht automatisch der Blick ins Postfach. Auf dem Weg zum Meeting greift die Hand fast von selbst zum Handy.
Im Urlaub fehlen viele dieser vertrauten Trigger und genau deshalb entsteht Raum für etwas Neues.
Du kannst deinen Körper wieder stärker für Feedback nutzen
Wenn etwas weniger gleichzeitig um Aufmerksamkeit konkurriert, kannst du genauer wahrnehmen:
- Was schenkt mir tatsächlich Energie?
- Wovon schlafe ich besser?
- Nach welcher Bewegung fühle ich mich glücklich statt erschöpft?
- Welche Mahlzeiten tun mir gut?
Vielleicht bemerkst du nach einigen Tagen sogar Veränderungen, über die du zu Hause kaum nachgedacht hättest.
Du stehst morgens auf und dein Rücken fühlt sich freier an. Du gehst nach dem Abendessen noch eine Runde, einfach weil du Lust darauf hast. Oder du stellst irgendwann fest, dass du seit Tagen kein Nachmittagstief hattest.
Das sind wertvolle Informationen.
Dein Körper kann ein ziemlich intelligenter Sparringspartner sein, wenn du ihm zuhörst.
Du hast Abstand, um dein eigenes Leben wieder zu sehen
Die meisten meiner Kundinnen optimieren im Alltag innerhalb von festen Rahmenbedingungen.
Sie verschieben Termine, organisieren effizienter und finden noch irgendwo eine halbe Stunde für eine besonders dringende Angelegenheit.
Im Urlaub kannst du einen Schritt zurücktreten und eine andere Frage stellen:
Will ich eigentlich wieder genauso zurückkehren? Oder möchte ich etwas davon verändern?
Vielleicht sitzt du am vorletzten Urlaubsmorgen mit deinem Kaffee draußen. Vor dir ein Tag, auf den du dich freust.
Und dann denkst du an deinen Kalender für die kommende Woche.
Nicht unbedingt mit Schrecken. Du magst deine Arbeit schließlich und hast einiges vor.
Aber vielleicht entsteht dieser kleine Gedanke:
Eigentlich möchte ich mich auch an einem normalen Mittwoch so fühlen wie hier im Urlaub.
Genau dort beginnt Ausrichtung.
Finde heraus, was dir wirklich Energie gibt
Bevor du über neue Routinen nachdenkst, beobachte erst einmal.
Nicht mit einer Checkliste in der Hand und auch nicht mit dem Anspruch, möglichst viele gesunde Dinge abzuhaken.
Schau genauer hin.
- Wann fühlst du dich besonders wach und lebendig?
- Wann bist du entspannt und gleichzeitig voller Energie?
- Was tut deinem Körper sichtbar gut?
- Welche Aktivitäten machen dir Freude, ohne dass du dich dazu motivieren musst?
Vielleicht merkst du beim Schwimmen am Morgen, wie sehr dir Bewegung fehlt. Vielleicht sitzt du abends lange draußen und stellst fest, dass dir genau diese ruhigen Übergänge im Alltag fehlen.
Oder du bemerkst, dass du im Urlaub ganz selbstverständlich viele Kilometer am Tag läufst, obwohl du zu Hause regelmäßig denkst, für Bewegung fehle dir die Zeit.
Und vielleicht ist es gar keine einzelne Tätigkeit.
Vielleicht merkst du, dass du dich besonders gut fühlst, wenn Bewegung, gutes Essen, Schlaf und Zeit für dich nicht in Konkurrenz zueinander stehen.
Es geht zunächst nicht darum, sofort eine Erklärung oder Lösung zu finden.
Sammle Hinweise.
Dein Urlaub darf ein Experimentierfeld dafür sein, dich selbst und deinen Körper als wunderschönes Powerhouse noch besser kennenzulernen.
Richte dich daran aus, wie du leben möchtest

In diesem Schritt wird es individuell.
Es geht nicht zuerst um die Frage:
Welche (vermeintlich gute) Gewohnheit möchte ich etablieren?
Es geht doch darum:
Wie möchte ich mich eigentlich in meinem Alltag fühlen und leben?
Vielleicht möchtest du auch nach einem intensiven Arbeitstag noch genug Energie für deinen Partner, Freunde oder einen schönen Abend haben.
Vielleicht möchtest du dich, wenn du morgens aus dem Bett aufstehst, in deinem Körper wach, stark und beweglich fühlen.
Vielleicht möchtest du während einer vollen Arbeitswoche das Gefühl behalten, dass dein Leben nicht nur aus Terminen besteht.
Oder du möchtest wieder mehr Klarheit im Kopf haben und wichtige Entscheidungen aus innerer Ruhe treffen, statt nur auf die nächste Dringlichkeit zu reagieren.
Stell dir zum Beispiel einen ganz normalen Arbeitstag einige Wochen nach deinem Urlaub vor.
Du kommst aus einem anspruchsvollen Meeting. Es war konzentriert, vielleicht sogar kontrovers.
Früher hättest du dir jetzt einen Kaffee geholt und direkt mit den nächsten Aufgaben weitergemacht.
Diesmal gehst du zehn Minuten raus.
Mit der frischen Luft und der Bewegung kommt Klarheit in die Gedanken und du spürst deinen Körper wieder. Mit diesem Gefühl und Standing gehst du in den nächsten Termin.
Erlaube dir ruhig, etwas größer zu denken.
Was würde sich verändern, wenn das, was du gerade im Urlaub als angenehm und stärkend erlebst, ganz selbstverständlich Teil deines Lebens wäre?
Genau aus dieser Vorstellung kannst du ableiten, welche kleinen Routinen dich tatsächlich unterstützen.
Denn eine Gewohnheit ist kein Selbstzweck.
Sie soll etwas für dich möglich machen.
Nutze deinen Urlaub als Testfeld
Jetzt kannst du ausprobieren.
Und zwar ausdrücklich nicht mit dem Anspruch, gleich die perfekte Lösung für die nächsten zehn Jahre zu finden.
Wenn du zum Beispiel merkst, dass Bewegung am Morgen dir Energie schenkt, teste verschiedene Varianten.
Eine Powerista liebt ihren 10 Minuten Mobility Flow, die nächste läuft barfuß durch den Garten, eine andere trinkt einfach nur ein großes Glas Wasser.
Wenn du bemerkst, dass dir ein ruhiger Start in den Tag guttut, probiere aus, wie dieser aussehen könnte.
Erst Kaffee und Balkon statt Handy?
Ein paar Seiten lesen?
Frühstück ohne Nachrichten?
Zehn Minuten nur für dich?
Und vielleicht stellst du dabei sogar fest, dass etwas, von dem du dachtest, es müsste dir guttun, überhaupt nicht zu dir passt.
Auch das ist ein wertvolles Ergebnis.
Beobachte immer wieder: Was fühlt sich gut an? Was gibt dir wirklich etwas? Was möchtest du freiwillig wiederholen?
Du sammelst damit keine Disziplinpunkte.
Du entwickelst eine persönliche Strategie.
Und die darf ausgesprochen angenehm sein.

Übersetze das, was dich stärkt, in deinen Alltag
Der entscheidende Punkt ist nicht, anschließend deinen Urlaub zu Hause nachzubauen.
Denn natürlich sieht ein Dienstag mit Meetings, Verantwortlichkeiten und vollem Kalender anders aus als ein Dienstag am Meer.
Es geht darum, bewusst wahrzunehmen, was dich stärkt und daraus eine Variante zu entwickeln, die in dein Leben passt.
Vielleicht hast du im Urlaub jeden Abend zwei Stunden gelesen.
Zu Hause sind es zwanzig Minuten mit einem Buch, bevor du schlafen gehst.
Vielleicht hast du dich im Urlaub täglich bewegt, weil du Lust darauf hattest.
Dann lautet die Frage nicht:
Wie zwinge ich mich jetzt zu sieben Trainingseinheiten pro Woche parallel zu Arbeit und anderen Verpflichtungen?
Sondern:
Was genau daran hat meinem Körper so gutgetan und wie kann ich mehr davon in meinem wirklichen Leben haben?
Vielleicht endet dein erster Arbeitstag nach dem Urlaub dann nicht damit, dass du um 20.30 Uhr den Laptop zuklappst und denkst: Das war's dann wohl mit der Erholung.
Vielleicht steht eine kleine Routine bereits in deinem Kalender.
Du ziehst die Schuhe an, gehst eine Runde raus und merkst: Ein Teil dessen, was dir im Urlaub gutgetan hat, ist tatsächlich mit dir nach Hause gekommen.

So wird aus einer guten Idee eine Gewohnheit, die bleibt
Wenn du herausgefunden hast, was dich stärkt und wie es in deinen Alltag passt, beginnt der nächste Schritt: Deine neue Routine so zu gestalten, dass sie auch dann bleibt, wenn der Alltag wieder Fahrt aufnimmt.
Wie das gelingt, zeige ich dir in meinem Artikel Gewohnheiten ändern: So baust du Routinen auf, die dich systematisch voranbringen. Dort zeige ich dir unter anderem, wie Gewohnheiten entstehen, welche Rolle Trigger und dein Umfeld spielen und wie du Veränderungen so gestaltest, dass du nicht permanent auf Motivation und Willenskraft angewiesen bist.
Gemeinsam ergeben beide Schritte eine starke Grundlage: Zuerst findest du heraus, was dir wirklich guttut und dich stärkt. Anschließend machst du genau daraus eine Gewohnheit, die dich langfristig unterstützt.
So wird aus einem schönen Urlaub mehr als eine schöne Erinnerung. Er wird zum Startpunkt für einen Alltag mit toller Energie, Leichtigkeit und einem richtig schönen Körpergefühl.

Dein Urlaub darf der Anfang sein
Vielleicht merkst du beim Lesen gerade, dass du mehr als nur die ein oder andere neue Routine gestalten möchtest.
Vielleicht wünschst du dir einen Alltag, in dem dein Körper wieder selbstverständlich zu deinem Leben dazugehört.
Ein Körper, der dich durch anspruchsvolle Tage begleitet und dir Energie schenkt, die nicht schon nach der Arbeit aufgebraucht ist. Und die Sicherheit, dass du dich gut um dich selbst kümmern kannst, ohne dein berufliches Wirken dafür einzuschränken. Im Gegenteil, deine zusätzliche Stärke und Energie darf deine Karriere, dein Business, deine Entwicklung weiter beflügeln.
Genau darum geht es in Feel Your Power.
Wir entwickeln und etablieren gemeinsam Lösungen, die zu dir, deinen Zielen und deinem Alltag passen.
Damit du dich nicht nur im nächsten Urlaub kraftvoll, leicht und bei dir fühlst, sondern an einem ganz normalen Dienstag im November genauso weißt:
Das bin ich. Und das ist mein Leben.
Entdecke deinen individuellen Feel Your Power Weg
Über die Autorin

Vanessa Werner begleitet beruflich erfolgreiche Frauen, die viel Verantwortung tragen und ihre Karriere bewusst gestalten möchten, mit Klarheit, Energie und innerer Souveränität.
Als Diplom-Informatikerin und ehemalige Führungskraft in internationalen Konzernen kennt sie die Dynamiken anspruchsvoller Karrieren aus eigener Erfahrung. Heute verbindet sie diese Business-Perspektive mit ihrer Arbeit als Personal Trainerin für Medical Fitness und Quantum Coach für Körper- und Energiearbeit.
In ihrer Arbeit geht es nicht um Optimierung oder Selbstdisziplin, sondern um innere Führung: Entscheidungen im Einklang mit Körper, Nervensystem und persönlicher Haltung.
Vanessa arbeitet mit Frauen, die Verantwortung tragen und ihren nächsten Entwicklungsschritt bewusst gestalten möchten – beruflich wie persönlich. Ihr Ansatz verbindet Business-Erfahrung, wissenschaftliches Verständnis und praktische Umsetzbarkeit im Alltag.
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