Was soll durch deinen Erfolg für dich und andere möglich werden?

Collage: Vanessa Werner ruhig und klar in der Natur mit Gedanken zu Erfolg, Freiheit und Wirkung

Das ist kein Artikel über ein Sabbatical, trotzdem beginnt er mit diesem Beispiel:
Mein Mann Klaus und ich haben nicht nur in unserem persönlichen Paradies in Südfrankreich geheiratet, wir haben gleich zwei Monate dort verbracht.

Mitten in meiner Konzernkarriere. Zwei Monate raus aus meinem normalen Arbeitsalltag, während mein Job, mein Team und all die Themen, für die ich Verantwortung trug, natürlich weiterliefen.

Es war auch nicht das einzige Mal. Als Klaus bei der WM der funktionalen Fitness antrat, bin ich mit nach Kanada gereist und habe mir dafür ebenfalls über einen längeren Zeitraum freigenommen.

Als Führungskraft mit Verantwortung für Mitarbeiter, Kunden und auch operative Prozesse ist es nicht trivial, sich so lange eine Auszeit zu nehmen. Wie man das angehen kann, darüber habe ich bereits geschrieben und Interviews geführt, zum Beispiel mit dem Deutschlandfunk, der meine Perspektive in einem Beitrag von Campus & Karriere aufgenommen hat.

Viel spannender ist für mich inzwischen, was dadurch alles möglich wurde:

Ich konnte Zeit mit einem Menschen verbringen, der mir wichtig ist, und Erlebnisse haben, die in keinen Jahreszielbogen passen. Meine Mitarbeiter bekamen während meiner Abwesenheit die Chance, mehr Verantwortung zu übernehmen und teilweise in neue Rollen hineinzuwachsen.

Und ich konnte sie wachsen lassen, ohne im Hintergrund unruhig zu werden.

Ohne die Sorge, nach meiner Rückkehr weniger wichtig zu sein oder den Gedanken, jemand könnte an mir vorbeiziehen, wenn ich nicht permanent in meiner Position sichtbar bin.

Für mich steckt in diesem Beispiel eine interessante Frage über beruflichen Erfolg.

Was soll durch deinen Erfolg eigentlich möglich werden für dich und für andere?

Beruflicher Erfolg endet nicht beim nächsten Karriereschritt

Wir sprechen viel darüber, was wir erreichen wollen und denken dabei an eine bestimmte Rolle, Einkommen oder Position, vielleicht das eigene Unternehmen.

Ich selbst mag anspruchsvolle Aufgaben, Entwicklung, Verantwortung und das Gefühl, etwas wirklich gut zu können. Viel Geld verdienen zu wollen oder eine Position anzustreben, in der man mehr gestalten kann, sind Ziele, die Wachstum ermöglichen.

Diese Dinge haben nicht ausgedient, nur weil man schon ein paar Karrierestufen genommen hat.

Trotzdem verändert sich mit zunehmendem Erfolg oft die Perspektive.

Am Anfang einer Karriere sind Ziele oft sehr direkt. Man möchte einen bestimmten Job bekommen, das erste Team führen, ein Projekt verantworten, den nächsten Gehaltssprung machen oder mit dem eigenen Unternehmen einen Umsatz erreichen, der wirtschaftliche Sicherheit schafft.

Wenn einiges davon erreicht ist, stellt sich eine andere Frage.

Du kannst deinen Verantwortungsbereich, Teams, Umsatz und Budget, und auch Sichtbarkeit immer weiter vergrößern.

Nur sagt die Größe dieser Zahlen erstaunlich wenig darüber aus, wie groß dein eigenes Leben geworden ist.

  • Vielleicht verdienst du heute ein Vielfaches von früher und überlegst trotzdem bei jeder freien Woche zuerst, ob du wirklich wegkannst.
  • Vielleicht hast du eine Position erreicht, in der du offiziell viel entscheiden darfst, verbringst aber einen beträchtlichen Teil deiner Tage in Terminen, die du selbst gar nicht sinnvoll findest.
  • Vielleicht hast du dir ein erfolgreiches Business aufgebaut, in dem jede freie Lücke sofort wieder mit einem Kundentermin, Umsetzungs-ToDos aus einer Mastermind, oder einer neuen Idee gefüllt wird.

Wenn Erfolg Handlungsspielraum vergrößert

Erfolgreiche Frau vor mehreren offenen Wegen als Symbol für beruflichen Gestaltungsspielraum

Einer der größten Werte meines beruflichen Erfolgs liegt für mich heute im Gestaltungsspielraum.

  • Ich kann entscheiden, wie ich arbeiten möchte und wie nicht.
  • Ich kann zu einer Zusammenarbeit Nein sagen, wenn ich merke, dass sie nicht mehr zu meinen Werten oder zu mir als Person passt.
  • Ich habe schon Jobs oder Projekte hinter mir gelassen, die "ganz gut" waren, aber nicht mehr der beste Ort, um mich weiterzuentwickeln oder mich auf meine Art einzubringen.

Diese Freiheit entsteht nicht nur durch Geld. Expertise, Standing, Erfahrung, Beziehungen und das Vertrauen loslassen zu können, ohne dazu gezwungen zu sein, gehören genauso dazu.

Geld hilft trotzdem.

Es ist leichter, bei Lebensmitteln auf faire Produktion und Qualität zu achten, wenn fünfzig Cent Preisunterschied keine existenzielle Entscheidung sind. Es ist leichter, einen Auftrag abzulehnen, wenn die nächste Monatsmiete dadurch nicht gefährdet ist. Und es ist leichter, einen Teil der eigenen Zeit für etwas einzusetzen, das keinen direkten Umsatz bringt, wenn man in einer wirtschaftlich stabilen Lage ist.

Finanzielle Souveränität bedeutet für mich deshalb viel mehr als eine bestimmte Zahl auf einem Konto.

Sie erweitert die Entscheidungen, die ich aus meinen Werten heraus treffen kann.

Und genau dort wird beruflicher Erfolg für mich richtig interessant.

Freiheit bedeutet nicht, möglichst wenig Verantwortung zu haben

Freiheit und Verantwortung werden manchmal behandelt, als müsste man sich irgendwann für eine Seite entscheiden.

Ich erlebe das anders.

Gerade mein beruflicher Erfolg ermöglicht mir, an Stellen Verantwortung zu übernehmen, an denen ich das wirklich möchte.

Ein Beispiel dafür ist mein ehrenamtliches Engagement bei Ouissal.

Schon während meiner Konzernzeit habe ich mir dafür Zeit genommen. Meine Arbeitgeber haben dieses Engagement unterstützt. Das war auch möglich, weil ich innerhalb meiner beruflichen Rolle klar mit meinen Werten positioniert war und diese Seite von mir nicht an der Werkspforte abgegeben habe.

Vanessa Werner in einem Workshop mit Unternehmerinnen aus Nordfrika

Heute gestalte ich mein eigenes Unternehmen so, dass dafür weiterhin Platz bleibt.

Mein Kalender ist nicht dauerhaft zu 120 Prozent belegt. Meine Kundinnen erleben, wofür ich stehe, und ich mache die Erfahrung, dass sie mein Engagement nicht nur tolerieren. Viele schätzen und unterstützen es ausdrücklich.

Momente, in denen ich diese Freiheit erleben:

  • Ich kann meine Zeit dort einsetzen, wo ich etwas Sinnvolles bewirken möchte.
  • Ich kann Geld so ausgeben, dass es meine Werte unterstützt.
  • Ich kann Menschen fördern, ganz uneigennützig und ohne Erwartungshaltung dahinter. Manchmal wissen sie es nicht mal.
  • Ich kann bei Entscheidungen eine Haltung vertreten, auch wenn diese Haltung nicht der bequemste oder kurzfristig wirtschaftlichste Weg ist.

Mein Anspruch an meinen beruflichen Erfolg ist, dass er genau dafür eine Basis schafft.

Ich möchte keinen Urlaub von meinem Leben brauchen

Mit der klassischen Vorstellung von Work-Life-Balance konnte ich noch nie besonders viel anfangen.

Schon die Aufteilung in „Work“ auf der einen und „Life“ auf der anderen Seite passt für mich nur bedingt.

Ich verbringe einen erheblichen Teil meines Lebens mit meiner Arbeit. Ich möchte diese Zeit nicht als Block behandeln, den ich möglichst geschickt ausbalancieren muss, damit auf der anderen Seite noch genug Leben übrig bleibt. Wie es gelingen kann, dass genug Energie für alles da ist, was einem wichtig ist, liest du im Artikel
Konstant hohes Leistungslevel: So steuerst du deine Energie im Job bewusst.

Coaching Situation in virtuellem Meeting in schöner Umgebung in Südfrankreich

Meine Arbeit darf jedenfalls mein Leben bereichern.

Sie darf mich fordern, mir Freude machen, mich mit interessanten Menschen zusammenbringen, mich wachsen lassen und mir die finanziellen Möglichkeiten geben, mein Leben nach meinen Vorstellungen zu gestalten.

Und mein Privatleben darf genauso selbstverständlich mitten in einer normalen Woche stattfinden.

Das bedeutet nicht, dass jeder Tag wie eine Reise an ein Traumziel auf der Bucketlist aussehen muss.

Urlaubsgefühl hat für mich ohnehin wenig mit Liegestühlen zu tun.
Es entsteht, wenn die Dinge, die mir im Leben wichtig sind, tatsächlich Raum haben:

Das ist zum Beispiel Zeit mit meinen Lieben, mein körperliches, mentales und spirituelles Gym, Natur und spannende Arbeit genauso wie ruhige Momente oder Gelegenheiten, auf die ich spontan Lust habe.

Dann brauche ich nicht elf Monate lang auf zwei Wochen zu warten, in denen endlich „das Leben“ beginnt.

Natürlich gibt es intensive Phasen. Ein wichtiges Projekt kann vorübergehend viel Raum einnehmen.
Ein Unternehmen braucht manchmal besondere Aufmerksamkeit, genauso wie eine verantwortungsvolle Führungsrolle.

Der Unterschied liegt für mich darin, ob Intensität eine bewusste Phase ist oder zur permanenten Grundkonstruktion des Erfolgs geworden ist.

Was dein Erfolg für andere möglich machen kann

Beruflicher Erfolg gibt uns auch die Möglichkeit, andere in ihrem Wachstum zu unterstützen.

Dazu braucht es zum einen die Sicherheit, anderen Raum für ihren Erfolg zu geben, ohne das Gefühl zu haben, selbst dabei zu verlieren.

Für mich gehörte im Sabbatical zum Beispiel dazu, mich darüber freuen zu können, dass gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch ohne mich gute Arbeit leisten und vielleicht sogar an der ein oder anderen Stelle zu besseren Ergebnissen kommen.

Es geht allerdings weit über diese Sicherheit hinaus. Einige Beispiele, die ich in meinem Umfeld und auch selbst erlebt habe:

  • Du kannst eine Kollegin für eine Gelegenheit vorschlagen, von der du selbst auch profitieren würdest.
  • Du kannst einer Mitarbeiterin ein Projekt zutrauen, obwohl ihre Vorgehensweise anders ist als deine.
  • Du kannst eine Frau bei einer Gehaltsverhandlung unterstützen, auch wenn ihre Erhöhung aus dem gleichen Budget kommt wie deine eigene.
  • Du kannst in einem Raum eine unbequeme Frage stellen, weil dein Standing groß genug ist, dass nicht jeder Gegenwind deine Existenz bedroht.
  • Du kannst zeigen, dass eine erfolgreiche Frau nicht rund um die Uhr verfügbar sein muss, um ernst genommen zu werden.

Als Vorbilder können wir sichtbar machen, was unser Erfolg ermöglicht. Für mich gehört es zur Freiheit und zur Verantwortung gleichermaßen, den eigenen Spielraum zu nutzen, damit auch für andere neue Möglichkeiten entstehen.

Manchmal beginnt das mit einer neuen Perspektive.

Es kann für eine jüngere Kollegin ihren Blick auf Karriere verändern, wenn ihre Chefin für ihre Werte einsteht und dadurch keineswegs auf dem Abstellgleis landet.

Eine Kundin kann hautnah erleben, dass wirtschaftlicher Erfolg und ehrenamtliches Engagement zusammenpassen.

Wenn eine Tochter, Nichte, Mitarbeiterin oder Freundin sieht, dass eine Frau gut verdient, authentisch führt, ihren Körper ernst nimmt und ein schönes Leben genießt, ohne etwas davon zu verstecken, dann erweitert das, was sie für möglich hält.

Wenn wir uns als Poweristas zusammentun und das immer wieder zeigen, erweitert es sogar, was andere für normal halten.

Infografik zu positiven Auswirkungen von beruflichem Erfolg im eigenen Leben und für andere

Gestaltungsspielraum zu haben heißt noch nicht, ihn zu nutzen

An dieser Stelle wird das Thema für mich noch einmal interessanter.

Denn objektiver Spielraum und gefühlter Spielraum sind zwei verschiedene Dinge.

Vielleicht könntest du längst eine Entscheidung treffen, tust es aber dennoch nicht.

Wenn wir noch schnell drei Nachrichten beantworten, obwohl wir uns zwei Stunden für uns nehmen würden und das Business auch weiterlaufen würde, ohne einzugreifen, dann hat das nicht unbedingt einen logischen Grund.
Genauso wenig wie der grundlegende Jobwechsel, der finanziell vollkommen machbar wäre, den wir aber trotzdem vor uns her schieben.

Und warum haben wir einerseits klare Vorstellungen von guter Führung, ertappen uns aber manchmal trotzdem dabei, uns an Regeln zu orientieren, die uns gar nicht überzeugen, oder zu dulden, was unsere Werte nur so gerade noch hergeben?

Erfolg schafft zwar Möglichkeiten. Wir nutzen sie allerdings immer durch den Filter unserer eigenen Erfahrungen, Sorgen und Prägungen.

Hier beginnt für mich eine Form von innerer Führung, die weit über Karriereplanung und Business-Strategie hinausgeht.

  • Was ist wirklich relevant?
  • Welche Entscheidung treffe ich wirklich so frei, dass sie authentisch ist?
  • Welche Sorge ist ein sinnvoller Hinweis und welche lediglich ein altes Muster?
  • Wo halte ich an einer Form von Erfolg fest, die gar nicht mehr zu mir passt?
  • Und welchen Spielraum habe ich mir längst erarbeitet, ohne ihn konsequent zu nutzen?
Frau vor mehreren Optionen auf dem Schreibtisch als Symbol für bewusste berufliche Entscheidungen

Erfolg misst sich inzwischen stark daran, was ich persönlich in die Welt bringen kann, und wie viel Freude ich dabei erlebe.

Erfolg muss dir nichts zurückzahlen

Die ursprüngliche Idee für diesen Artikel lautete eine Zeit lang: „Was darf Erfolg dir eigentlich zurückgeben?“

Je länger ich darüber nachgedacht habe, desto weniger mochte ich die Formulierung. Denn ich glaube gar nicht, dass Erfolg dir etwas zurückgeben muss.

Dann wäre Erfolg eine Art Geschäft: Ich investiere Jahre voller Leistung und bekomme dafür irgendwann Freiheit, Geld oder ein schönes Leben ausgezahlt.

So möchte ich weder arbeiten noch leben.

Erfolg darf in sich rund sein.

Das heißt auch, dass er nicht mit deinem Leben und nicht mit deinem Beitrag für andere konkurrieren muss. Im Gegenteil, all diese Aspekte sollen sich gegenseitig stärken.

Wenn der nächste Schritt nicht einfach „mehr“ heißen soll

Genau diese Fragen spielen auch in meiner Arbeit mit Frauen in Feel Your Power eine wichtige Rolle, die ich mit Lead & Expand - Business und Lead & Expand - Career dabei begleite, ihre berufliche Tätigkeit genau auf das auszurichten, was sie persönlich ausmacht.

Viele von ihnen sind längst erfolgreich als Unternehmerinnen und Führungskräfte in Wirtschaft und Gesellschaft. Es fehlt ihnen ganz sicher nicht an Ehrgeiz oder Kompetenz.

Interessant wird für sie die nächste Ebene:

  • Wie möchte ich meine Arbeit gestalten?
  • Welche Wirkung möchte ich entfalten?
  • Wie kann ich mehr von dem, was mich ausmacht, entdecken und in die Welt bringen?
  • Wie möchte ich meine Energie einsetzen?
  • Welche Form von Wohlstand und Freiheit soll aus meiner Arbeit entstehen, für mich und für andere?

Dafür reicht es selten, einfach die nächste Karrieretaktik oder Businessstrategie hinzuzufügen.

Es geht um innere Führung: die Fähigkeit, mit klarem Verstand, den eigenen Werten und einem Körper, der uns in dieser Welt repräsentiert und sehr genau spürt, was passt, Entscheidungen zu treffen und sie im realen Berufsleben umzusetzen.

So entsteht Gestaltungsspielraum nicht erst irgendwann am Ende einer erfolgreichen Karriere.

Du beginnst, ihn unterwegs zu leben.

Was soll durch deinen Erfolg möglich werden?

Beruflicher Erfolg kann vieles vergrößern: Verantwortung, Einkommen, Einfluss, Sichtbarkeit.

Kommen wir aber noch einmal auf die Idee hinter diesem Artikel zurück: Er kann noch sehr viel mehr bewirken.

Wenn du dir Spielraum erarbeitest und ihn konsequent nutzt, dann hat das nicht nur auf dein Leben einen großen Effekt, sondern auf die Menschen, die mit dir in Berührung kommen.

Und jetzt, wo du meine Perspektive gelesen hast, interessiert mich deine:
Was soll durch deinen Erfolg für dich und andere möglich werden?

Zwei Unternehmerinnen im Austausch zu beruflichem Erfolg und Wirkung

Häufige Fragen zu beruflichem Erfolg, Freiheit und Wirkung

Was bedeutet beruflicher Erfolg?

Beruflicher Erfolg wird oft mit Verantwortung, Einkommen, Position, Unternehmensergebnissen oder Einfluss beschrieben und an Zahlen gemessen. Persönlich wird die Definition sehr viel individueller. Für mich gehört dazu auch, welche Möglichkeiten durch die eigene Arbeit entstehen: Wie frei kann ich entscheiden? Passt meine Arbeit zu meinen Werten? Welche Lebensqualität ermöglicht sie mir? Und welche Wirkung kann ich damit für andere entfalten?

Wie können beruflicher Erfolg und Lebensqualität zusammenpassen?

Vor allem dann, wenn Lebensqualität nicht als Belohnung nach der Arbeit gedacht wird. Eine anspruchsvolle Karriere oder ein erfolgreiches Unternehmen können selbst erfüllende Bestandteile des Lebens sein. Gleichzeitig braucht es Strukturen und Entscheidungen, durch die Beziehungen, Gesundheit, Interessen, Erholung und andere wichtige Lebensbereiche Raum bekommen.

Ist Work-Life-Balance für beruflich erfolgreiche Frauen wichtig?

Der Begriff ist für mich nur bedingt hilfreich, weil er Arbeit und Leben sehr stark voneinander trennt. Entscheidend finde ich eher die Frage, ob das gesamte Leben stimmig gestaltet ist. Es kann intensive Arbeitsphasen geben, ohne dass wir Abstriche bei uns und unseren Werten machen. Problematisch wird es, wenn Arbeit dauerhaft so viel beansprucht, dass alles andere nur noch der Regeneration für den nächsten Arbeitstag dient. Besonders schön wird es, wenn sich beruflicher Erfolg, Lebensqualität und eine positive Wirkung für andere gegenseitig stärken.

Was hat Freiheit mit beruflichem Erfolg zu tun?

Beruflicher Erfolg kann Handlungsspielraum schaffen. Ein gutes Einkommen, Erfahrung, Expertise und ein stabiles berufliches Standing ermöglichen beispielsweise, Angebote abzulehnen, eine unpassende Stelle zu verlassen oder Zeit und Geld bewusster nach den eigenen Werten einzusetzen. Wie viel dieser Freiheit tatsächlich im eigenen Leben ankommt, hängt allerdings auch davon ab, ob wir den vorhandenen Spielraum nutzen.

Wie kann mein beruflicher Erfolg anderen zugutekommen?

Zum Beispiel, indem du Menschen Verantwortung zutraust, andere Frauen in ihrer Karriere unterstützt, dein Wissen weitergibst, dich gesellschaftlich engagierst oder deine Position nutzt, um für bestimmte Werte einzustehen. Auch deine eigene Art zu arbeiten kann Wirkung haben. Wer sichtbar vorlebt, dass Erfolg, Integrität, Lebensfreude und Verantwortung zusammenpassen, erweitert damit oft ganz nebenbei die Vorstellung dessen, was andere für sich selbst für möglich halten.

Woran merke ich, dass mein Erfolg wirklich zu mir passt?

Eine interessante Frage ist, welche Entscheidungen dein Erfolg möglich macht und ob du diese Möglichkeiten gerne nutzt. Kannst du zu Dingen Ja und Nein sagen, die deinen Werten entsprechen? Gibt dir deine Arbeit neben Einkommen und Anerkennung auch Gestaltungsspielraum? Hast du Platz für Menschen und Themen, die dir wichtig sind? Und gefällt dir die Frau, die du in deinem beruflichen Alltag bist? Solche Fragen sprechen eine Qualität von Erfolg an, die weit über den nächsten Meilenstein hinausgeht.

Über die Autorin

Vanessa Werner als Leadership-Mentorin für beruflich erfolgreiche Frauen in Veränderungsphasen

Vanessa Werner begleitet beruflich erfolgreiche Frauen, die viel Verantwortung tragen und ihre Karriere bewusst gestalten möchten, mit Klarheit, Energie und innerer Souveränität.

Als Diplom-Informatikerin und ehemalige Führungskraft in internationalen Konzernen kennt sie die Dynamiken anspruchsvoller Karrieren aus eigener Erfahrung. Heute verbindet sie diese Business-Perspektive mit ihrer Arbeit als Personal Trainerin für Medical Fitness und Quantum Coach für Körper- und Energiearbeit.

In ihrer Arbeit geht es nicht um Optimierung oder Selbstdisziplin, sondern um innere Führung: Entscheidungen im Einklang mit Körper, Nervensystem und persönlicher Haltung.

Vanessa arbeitet mit Frauen, die Verantwortung tragen und ihren nächsten Entwicklungsschritt bewusst gestalten möchten – beruflich wie persönlich. Ihr Ansatz verbindet Business-Erfahrung, wissenschaftliches Verständnis und praktische Umsetzbarkeit im Alltag.

👉 Mehr über Vanessa und ihre Arbeit erfährst du hier.

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