
Heute, an diesem wunderschönen Sommertag 2026, ist mein Geburtstag, und wie jedes Jahr nehme ich mir einen Moment Zeit, um über die vergangenen Jahre nachzudenken und in Erinnerungen und Träumen zu schwelgen.
Wenn ich Fotos von damals anschaue, sehe ich eine junge Frau, die nie gedacht hätte, dass sie 20 Jahre später mit mehr Muskeln, größerer Souveränität und vor allem so viel Freude an ihrem Körper durchs Leben geht.
Was die Jahre an meinem Körper verändert haben
Im Spiegel sehe ich so viel Veränderung.
Die vielen Stunden in der Sonne und all die fröhlichen Momente haben sich als Fältchen in mein Gesicht gezeichnet.
Ich bin immer noch fit, aber nicht mehr so zierlich. Meine Muskeln sind heute deutlich sichtbar.
Nicht nur körperliche Kraft habe ich aufgebaut, auch mein Auftreten ist souveräner geworden. Training und Jahrzehnte beruflicher Erfahrung in internationalen Führungsaufgaben haben einen deutlichen Einfluss hinterlassen.
Wenn ich in mich hineinspüre, bemerke ich die Veränderungen auf eine andere Weise:
Ich fühle mich ausgeglichen, bei mir angekommen. Gleichzeitig bin ich weniger anfällig für Infekte und andere Krankheiten geworden. Mein zwischenzeitlich nicht mehr so gleichmäßiger Zyklus hat sich wieder komplett eingependelt.
Diese inneren Veränderungen sind mindestens genauso wichtig wie die äußeren. Sie zeigen mir, dass es nicht nur das Alter ist, das unsere körperliche und geistige Verfassung bestimmt, sondern auch, wie ich mein Leben führe.
Und nein, wir alle haben keine Garantie, wie sich unsere Gesundheit entwickelt. Aber wir können die Weichen stellen, Risiken beeinflussen und vor allem entscheiden, wie wir mit all dem umgehen, was wir erleben.
Wie viel können wir selbst beeinflussen?
Es ist nicht immer und ausschließlich das Alter, das unsere körperliche Verfassung bestimmt. Hier lade ich dich zu einer plakativen, vereinfachten Perspektive ein:
Was wäre, wenn weniger die Zahl im Ausweis und vielmehr die Anzahl der Jahre, in denen wir unseren Körper nicht gut behandelt haben, den "Zahn der Zeit" Effekt ausmachen?
Stellen wir es uns das dazu wie beim Zinsenszinseffekt vor. Es summieren sich hier allerdings die negativen Effekte eines stressigen, ungesunden Lebensstils über die Jahre hinweg.
Das mag populärwissenschaftlich klingen. Ist es auch. Und doch hilft mir dieses weiter vereinfachte Gedankenexperiment.
Gefühltes Alter (GA) = physisches Alter (PA) * Lebensstil (L)
Denn wenn unser gefühltes Alter nicht einfach unser physisches Alter abbildet, dann heißt das auch: Ich habe viel mehr in der Hand und bin nicht nur Genen und Jahren ausgeliefert. Es gibt einen sehr wichtigen Faktor: unseren Lebensstil!
Viele altersbedingte Veränderungen können wir durch bewusste Entscheidungen positiv beeinflussen. Manche körperlichen Fähigkeiten lassen sich durch gezieltes Training sogar deutlich verbessern.
Auch mit 40, 50 oder 60 kannst du mit gezieltem Training beispielsweise Muskelkraft aufbauen, deine Ausdauer verbessern und beweglicher werden. Das zeigen auch große wissenschaftliche Übersichtsarbeiten, die selbst bei Menschen über 60 Jahren deutliche Anpassungen durch Training nachweisen. Dein Körper hat also in jedem Alter das Potenzial, dich positiv zu überraschen.
Im Laufe der Jahre habe ich persönlich gemerkt, dass kleine, tägliche Gesten der Selbstfürsorge einen großen Unterschied machen. Dazu gehören regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und vor allem eine positive Einstellung zum Leben. Das sind die Bausteine für ein gesundes und glückliches Leben.
Lebensstil (L) = negative Einflüsse auf unseren Körper / positive Maßnahmen
Was dabei im Körper passiert, ist ausgesprochen spannend: Training setzt einen Reiz, auf den sich der Körper während der Regeneration anpasst. Dieses Prinzip nennt sich Superkompensation. In diesem Artikel liest du mehr dazu, warum das Zusammenspiel aus Training und Erholung so wichtig ist und wie du es dir zunutze machst, um deinen Körper zu fördern.
Zwei Frauen mit ähnlichen Voraussetzungen und unterschiedlichem Erleben
Stellen wir uns Amelie und Wilma vor. Beide sind Ende 40, beruflich erfolgreich und haben anspruchsvolle Aufgaben. Beide möchten sich körperlich wohlfühlen. Aber während die eine sich sehr wohl in ihrer Haut fühlt, hat die andere Beschwerden, die sie daran erinnern, dass sie älter wird.
Wie sieht ihr Leben an einem typischen Arbeitstag aus?
Wilma klappt irgendwann gegen halb acht das Laptop zu. Sie hat seit dem Morgen kaum Zeit für eine richtige Pause gefunden. Eigentlich wollte sie sich noch raus an die frische Luft. Jetzt fehlt ihr die Energie dafür.
Amelie hat ebenfalls einen vollen Kalender. Sie hat über die Zeit jedoch Routinen entwickelt, die zu ihr passen, und ausgleichen, was ihren Körper belastet. An manchen Tagen trainiert sie, an anderen bereitet sie sich etwas Gutes zu essen vor. Und immer darf ein Moment dabei sein, der ihr besonders viel Freude schenkt.
Wer wie ich einen naturwissenschaftlichen oder technischen Background hat, mag sich das vielleicht wieder mit einer vereinfachten Formel veranschaulichen.

Amelie investiert bewusst in sich und ihren Körper. Das ist nicht immer einfach, aber sie hat sich dafür entschieden, es immer wieder anzugehen.
Was sie dabei anders macht, hat übrigens weniger mit außergewöhnlicher Disziplin zu tun als mit passenden Gewohnheiten. Wie du solche Routinen systematisch entwickelst, habe ich in einem eigenen Beitrag beschrieben:
Gewohnheiten ändern: So baust du Routinen auf, die dich systematisch voranbringen

Wilma hat für sich noch nicht die passenden Lösungen gefunden und lebt eher so, wie es in unserer Gesellschaft für viele Menschen in verantwortungsvollen Positionen üblich ist.
So kommen bei unserer vereinfachten Formel sehr unterschiedliche Faktoren heraus.
Gefühltes Alter von Amelie: 47 * L = 47 * 0.6 = 28
Gefühltes Alter von Wilma: 47 * L = 47 * 1.4 = 66
Natürlich lassen sich aus diesen erfundenen Beispielen weder Gesundheit noch ein biologisches Alter im realen Leben berechnen. Sie zeigen vielmehr, dass unsere täglichen Entscheidungen und unsere Rahmenbedingungen beeinflussen können, wie es uns geht.
Mir persönlich hilft das zu sehen, dass ich an vielen Stellen die Möglichkeit habe, Verantwortung zu übernehmen und es so zu gestalten, wie ich möchte.
Und vielleicht sitzt auch Wilma eines Tages vor der Planung für die kommende Woche und ihr fällt auf, dass sie für die Bedürfnisse ihres Teams längst Lösungen gefunden hat. Warum also nicht auch für sie selbst einen Weg entwickeln, der sie bestmöglich unterstützt?
Dein Körper gehört zu deiner stärksten Art zu führen
Für mich geht körperliche Stärke weit über Fitness hinaus.
Wenn ich mich wohlfühle, zeigt sich das auch darin, wie ich auftrete, entscheide und mit Herausforderungen umgehe. Körperhaltung, Stimme, Präsenz und Energie gehören zu unserer Wirkung als Mensch und Führungspersönlichkeit.
In allen wichtigen Momenten in deinem Leben ist einer immer an deiner Seite: dein Körper.
Und auch im Alltag merkst du es vielleicht. In einem entscheidenden Meeting: Du hast deine Zahlen vorbereitet, weißt, welche Argumente zählen, und stehst ruhig und aufrecht vor deinem Team.
Welchen Unterschied macht es, wenn du dich jetzt präsent und wohl in deiner Haut fühlst?
Wenn du andere mit deiner Energie ansteckst?
Wie sehr unsere körperliche Fitness, Regeneration und Ernährung auch unsere Leistungsfähigkeit im Beruf unterstützen, habe ich im Artikel über ein konstant hohes Leistungslevel im Job genauer beschrieben.
Und diese Energie wünschen wir uns natürlich auch nach Feierabend. Für unsere Partnerschaft, einen Abend mit Freundinnen, einen spontanen Ausflug oder einfach für die Freude, das Leben mit allen Sinnen zu genießen.
Was du schon diese Woche für deinen Körper tun kannst
Scrolle jetzt nicht weiter, sondern nimm dir fünf Minuten und schau auf die nächste Woche. Wo könntest du Bewegung einplanen, die dir Freude macht? Wann braucht dein Körper Erholung? Welche Mahlzeiten lassen sich so vorbereiten, dass sie dir auch bei einem vollen Kalender eine gesunde Basis ermöglichen? Was tust du gezielt, um deine Muskelkraft zu fördern?
Es geht darum, Lösungen zu finden, die dein Leben leichter und schöner machen und die du langfristig beibehalten möchtest.
Eine neue Routine kann mit zehn Minuten frischer Luft zwischen zwei Terminen beginnen und mit der Freude darüber, dir selbst etwas Gutes getan zu haben.
Am Anfang kann aber auch eine Entscheidung stehen. Gerade wenn du weißt, dass ein solches Vorhaben Gefahr läuft, im Alltag doch wieder unterzugehen, lohnt es sich, Nägel mit Köpfen zu machen, sobald du spürst, dass du "eigentlich" etwas verändern möchtest.
So ein Schritt kann sein, Unterstützung zu wählen. Mit einem Power-Gespräch kannst du hier und jetzt entscheiden, für dich Klarheit zu schaffen, ob und wie du deinen weiteren Weg gestaltest.
Mein Geburtstagswunsch: Noch viele starke Jahre
Ganz ehrlich: Wenn ich mich wieder so fühlen könnte wie vor 20 Jahren, dann würde ich das nicht wollen. Denn heute geht es mir viel besser und ich fühle mich fitter als je zuvor.

Meinen Körper möchte ich nicht austauschen, er steht für all das, was wir in den Jahren gemeinsam erlebt haben. Und ja, da sind im Laufe der Zeit ein paar "Macken" dazugekommen. Macken, die mich ausmachen.
Umso mehr freue ich mich auf all das, was wir gemeinsam noch vor uns haben.
Und ich wünsche mir, dass wir diese Haltung weitergeben. An unsere Mitarbeiterinnen, Kolleginnen, Freundinnen, Töchter und all die Frauen, für die wir mit unserem eigenen Leben Vorbild sein können.
Wenn du dir wünschst, wieder mehr Energie und Freude an deinem Körper zu erleben und deinen ganz persönlichen Weg dorthin entwickeln möchtest, dann erfahre mehr über Feel Your Power – 100% DU.
Über die Autorin

Vanessa Werner begleitet beruflich erfolgreiche Frauen, die viel Verantwortung tragen und sich einen Körper wünschen, der ihnen Freude bereitet und sie im Alltag wirklich unterstützt – mit Energie, Klarheit und Präsenz statt Erschöpfung und Selbstoptimierung.
Als Diplom-Informatikerin, ehemalige Führungskraft in internationalen Konzernen, Personal Trainerin Medical Fitness sowie Quantum Coach für Körper- und Energiearbeit verbindet sie analytisches Denken mit tiefer Körperintelligenz. Für Fitness und Gesundheit genauso wie fürs Business.
In ihrer Arbeit geht es nicht um Disziplin, Druck oder schnelle Lösungen, sondern um innere Führung: Entscheidungen im Einklang mit Körper, Nervensystem und persönlicher Haltung. Training wird so zu einem Werkzeug für Stabilität, Wirksamkeit und Präsenz.
Vanessa arbeitet mit Frauen, die bereit sind, Veränderung bewusst anzugehen und einen für sie stimmigen Weg suchen: praxisnah, alltagstauglich und getragen von Motivation und Freude statt zusätzlichem Stress.
Ihr Ansatz verbindet Business-Erfahrung, wissenschaftliches Verständnis und konkrete Umsetzbarkeit, auch bei vollen Kalendern und in anspruchsvollen beruflichen Phasen.
👉 Mehr über Vanessa und ihre Arbeit erfährst du hier.
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